Entwurf "Schul- und Sportpark"
"Wir müssen ein Bad planen, das maximale Förderung bekommt. Deshalb brauchen wir ein Sportbecken für Schulen und Vereine und ein Multifunktionsbecken für Schwimmkurse und Rehasport. So entsteht ein Generationenbad, das sich die Samtgemeinde Fürstenau leisten kann!"
Dr. Ansgar Peiß


Ein "Leuchtturm"
für Bildung, Bewegung und Begegnung
Diskussionsentwurf
für ein neues Hallenbad
Mit dem geplanten Hallenbad im Schul- und Sportpark der Samtgemeinde Fürstenau soll ein Ort entstehen, der weit mehr ist als eine reine Schwimmhalle. Die Idee ist ein Leuchtturmprojekt für Bewegung, Bildung und gesellschaftliches Zusammenleben – eingebettet in das Umfeld der Integrierten Gesamtschule Fürstenau, dem Schützenverein, der Sportanlagen, Grundschule und den Kindergärten.
Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist das aktuelle Sportstätten-förderprogramm des Bundes, die sog. "Sportmilliarde", das kommunale Sportstätten, die primär der Ausübung von Sport dienen, fördert. Diese Projekte sollen:
- Gegenstand einer städtbaulichen Gesamtstrategie sein,
- einen Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt und sozialer Integration leisten
- und eine Wärmeversorgung zu 100% mit erneuerbaren Energien aufweisen.
Der ganzjährige Betrieb eines Hallenbad, das gemeinsam mit Schulen, Vereinen und weiteren Einrichtungen an einem Ort gedacht wird, entspricht genau diesem Ansatz.
Das aktuelle Konzept passt nicht! Der enorme bundesweite Wettbewerb um begrenzte Fördermittel erfordert ein Umdenken!
Die hier vorgestellte Idee ist bewusst als Diskussionsgrundlage gedacht. Sie erhebt keinen Anspruch darauf, bereits ein fertiges oder perfektes Konzept zu sein. Vielmehr soll sie ein erster strukturierter Vorschlag sein, über den Politik, Verwaltung, Vereine und weitere Beteiligte gemeinsam sprechen können.
Unmittelbar nach der aktuellen ersten Tranche von 333 Mio.€ soll die zweite Tranche folgen. Es gilt jetzt die wesentlichen Eckpfeiler eines möglichen neuen Projektes zu definieren.
Projektskizzen sollen eine Planung mindestens bis zur Leistungsphase 2 der HOAI (Vorplanung) vorweisen. Diese Phase umfasst unter anderem eine belastbare Konzeptplanung, erste Kostenschätzungen und Variantenuntersuchungen.
Die Erfahrung zeigt, dass allein diese Vorplanungsphase durch ein Architekturbüro etwa drei bis vier Monate in Anspruch nimmt. Das bedeutet: Noch bevor ein Planungsauftrag vergeben werden kann, müssen sich Samtgemeinde, politische Gremien und zentrale Stakeholder über die grundlegenden Eckpunkte eines Projekts – gewissermaßen das Lastenheft – verständigen.
Genau hier setzt dieser Diskussionsentwurf an. Er soll eine Grundlage schaffen, um gemeinsam zu überlegen, wie ein Hallenbadprojekt aussehen könnte, das langfristig trägt, möglichst viele Menschen erreicht und gleichzeitig realistisch finanzierbar bleibt.
Alle Hinweise, Ideen und kritischen Anmerkungen sind ausdrücklich willkommen. Nur im offenen Dialog kann aus einer ersten Idee ein Projekt entstehen, das von möglichst vielen Menschen getragen wird.

Entwurf für Umsetzung des Hallenbad Fürstenau
Der Entwurf zeigt klar: Der Platz für ein Hallenbad ist vorhanden. Damit dieses Projekt umgesetzt werden kann, müssen die Bebauungspläne jetzt angepasst werden und damit die planungsrechtlichen Voraussetzungen schaffen.
Genauso wichtig ist die Ehrlichkeit bei der Finanzierung. Beim aktuellen Sportstätten-Förderprogramm des Bundes haben allein 15 Projekte aus unserem Landkreis ihr Interesse angemeldet. Bundesweit ist das Programm massiv überzeichnet (21-fach) - die Nachfrage übersteigt die Mittel um ein Vielfaches.
Das bedeutet: schon ein einziges gefördertes Projekt in unserer Region wäre ein großer Erfolg.
Wer unter diesen Umständen weiterhin den Eindruck erweckt, es könne zusätzlich zudem neuen Freibad in Bippen noch ein Freibad in Fürstenau durch hohe Fördergelder finanziert werden, weckt Erwartungen, die kaum bzw. gar nicht erfüllbar sind.
Politik darf Hoffnungen wecken - aber keine Illusionen verkaufen. Die Bürger und Bürgerinnen haben ein Recht darauf zu wissen, was realistisch ist und was nicht. Von gestalten reden können alle - die Kompetenz haben wenige!
Wenn diese Informationen im Rathaus vorliegen, müssen sie auch offen ausgesprochen werden. Und wenn sie nicht vorliegen, stellt sich eine andere Frage: Wer kümmert sich eigentlich darum? Wer versteht eigentlich die Zusammenhänge?
Ich stehe für Transparenz, Ehrlichkeit und realistische Planungen und Entscheidungen - auch wenn sie unbequem sind!
Schul- und Sportpark Samtgemeinde Fürstenau
als Teil einer integrierten Stadtentwicklung
Bildung, Bewegung und Begegnung
Turnhallen, Hallenbad, Schießsport, Sportplatz, Lauf- und Fahrradstrecken, Reit- und Voltigiersport
Ursprung dieses Konzeptes ist die Stilllegung des aus den 50-iger Jahren stammenden Freibads, außerhalb des bebauten Bereichs der Stadt Fürstenau. Eine Sanierung ist nicht mehr möglich. Ein Neubau eines Freibades an derselben Stelle ist politisch gewünscht. Das in 2023 neu gebaute Freibad in Bippen, als Teil der Samtgemeinde Fürstenau, macht die Erfolgsaussichten für notwendige hohe Fördergelder im Rahmen von Sportförderung quasi aussichtslos. Insofern muss ein neues, Gemeinschaft bildendes Gesamtkonzept mit dem Schwerpunkt Sport für den Neubau eines Hallenbades entwickelt werden.
Neubauten bieten die Chance, moderne, energieeffiziente und barrierefreie Bäder zu schaffen. Diese sollen gezielt auf Bildungs-, Vereins- und Freizeitnutzung abgestimmt sein. Durch standardisierte Bauweisen, die Auswahl von Standorten auf einem vorhandenen Grundstück des Schulzentrums, optimierte Betriebskosten soll eine nachhaltige Struktur entstehen.
Die Gründung der Samtgemeinde Fürstenau und des heutigen Schulzentrums in den 70-iger Jahren, sind eine hervorragende Ausgangssituation.
Entwurf
Dr. Ansgar Peiß
März 2026
Ziel Hallenbad:
Ein kompaktes, energieeffizientes Hallenbad, das Schule, Vereine, Familien und Senioren zusammenbringt und durch die Nutzung der Schützenwiese zu einem „Leuchtturmprojekt“ für gemeinschaftliches Leben in Fürstenau und darüber hinaus wird.
Zielgruppen: Frühschwimmer, Familien/Kinder, Erwachsene, Senioren, Abendgäste, Touristen
Treffpunkt für Jung und Alt
Nur 500 m vom Zentrum von Fürstenau entfernt bringt das Hallenbad Besucher, Attraktivität für junge Familien, Vereinsveranstaltungen, und damit positive Effekte für Gastronomie und Einzelhandel. Auch für den Schützenverein.
Ein kompaktes Hallenbad am Schulzentrum ist kein Luxusprojekt, sondern eine Investition in Bildung, Gesundheit und Gemeinschaft. Die funktionale Ausrichtung spiegelt sich in ihrer klaren und kompakten Gestaltung des Baukörpers, wodurch er sich in das Ensemble der IGS integriert. Durch vorhandene Infrastruktur, Fernwärmeversorgung, hohe Auslastung kann Fürstenau ein effizientes Modellprojekt für kleine Städte und Samtgemeinden schaffen. Damit ist es attraktiv für Fördermittel, da Sport, Vereinsleben, Jugend, Gesundheit.
Hallenbad als Kombibad
1. Standortvorteile
Der geplante Standort besitzt außergewöhnlich gute Rahmenbedingungen:
- Direkte Nachbarn (Ausbau Zugang-/fahrt Ettenfelderstrasse notwendig)
- Integrierte Gesamtschule Fürstenau (Ganztagsschule)
- Grundschule
- zwei Kindergärten
- Sportplatz mit Laufbahn (Kunstrasen und "Kunst"-laufbahn)
- große Turnhalle IGS, kleine Turnhalle Grundschule
- Schützenverein mit Schützenwiese
- neuer Radweg von Bippen Grundschule und Freibad
- Entfernung Innenstadt ca. 500 m
- Busbahnhof vorhanden
- Parkplätze vorhanden für Veranstaltungen
- Fernwärmeversorgung mit 100% erneuerbare Energien in ca. 500m
Damit entsteht ein Sport- und Bildungscluster, der täglich von Kindern, Jugendlichen und Vereinen genutzt wird.
2. Schwimmangebot (kompakt, aber vielseitig)
Sport- und Mehrzweckbecken: 25 m × 12,5 m, 5 Bahnen, Wassertemperatur 27-29°C
- Ausstattung: ggf. Teil-Hubboden (da im Multifunktionsbecken) im Nichtschwimmerbereich eventuell 1-m-Sprungbrett, kleine Rutsche (ggf. Verzicht auf Hubboden)
- Nutzung: Schulschwimmen
Frühschwimmen
Vereinsbetrieb
Rettungsschwimmen
Aquafitness
Seniorenschwimmen
- Kooperationspartner: DLRG
Fürstenauer Sportverein
Träger Kindergarten
Multifunktions-/Lehrbecken (das stärkt Sport- Förderprogramme):
Räumlich abgetrennt vom Sportbecken. Die Becken können dadurch parallel genutzt werden. Das erhöht Belegung und damit Einnahmen. Dadurch ungestörtes Bahnen-Schwimmen
8m * 12,5 mit Hubboden, Wassertemperatur 32–34 °C (incl. Abdeckung zur Energieeinsparung, eigener Wasserkreislauf, Wassertiefe 0 - 130 cm variabel (30cm Babyschwimmen, 80cm Kinderkurse, 120cm Aquafitness.
Nutzung: Baby-/Kita-Schwimmen
Senioren- und Reha-Sport
Aquafitness / Vereine
Bei Wettkämpfen zum Ein- und Ausschwimmen geeignet
Besonders interessant für Fußball, Handball, Leichtathletik und Rehasportgruppen. Standard in Sportzentren. Es unterstützt Vereinssport, Gesundheitsprävention und mehrere Nutzergruppen.
- Ausstattung: Sitzbereiche für Eltern
Massagedüsen
Sprudelliegen
Nackenduschen
Kleine Sauna? Kompakt, gesundheitsorientiert.
- Ausstattung: klassische Sauna (ca. 15–20 Personen)
kleine Bio-Sauna
Ruheraum, kleine Außenterrasse
3. Energie- und Nachhaltigkeitskonzept
Ein großer Vorteil des Standortes insbesondere in Bezug auf Förderfähigkeit ist die direkte Nähe zur neuen Fernwärmezentrale, die bereits die Schulen und Kindergärten versorgt. Diese Anlage arbeitet mit 100 % regenerativ erzeugtem Gas.
Vorteile für das Hallenbad: Anschluss an Fernwärme
Das Bad kann: Beckenwasser, Raumluft, Duschen über das bestehende Netz versorgen.
Das reduziert: Investitionskosten, Technikaufwand, Energieverbrauch
- niedrige Betriebskosten, klimafreundlicher Betrieb, Vorzeigeprojekt für nachhaltige Infrastruktur
- großer Vorteil bei Förderprogrammen
Weitere Nachhaltigkeitsmaßnahmen:
- Photovoltaik auf Dach → Strom für Pumpen und Technik
- Holzbauweise → CO₂-Reduktion
- gute Wärmedämmung → niedrige Betriebskosten
- Regenwassernutzung → Außenanlagen
4. Nutzungskonzept durch Außenbereich
Ein Hallenbad mit Außenliegenwiese ist an diesem Standort durch die Süd-West-Ausrichtung der Glasfront. Kleine Liegewiese, Sonnenterasse, Sitzstufen, Spielgeräte haben eine Durch die einzigartige Lage kann das Bad von morgens bis abends ausgelastet sein.
Früh morgens: Frühschwimmen
Vormittag: Schulschwimmen für die Samtgemeinde, IGS, Grundschulen, Kitas
Nachmittag: Schwimmkurse, Babyschwimmen, Kinderkurse, Aquafitness
Abend : Vereine, Schwimmtraining, Rettungsschwimmen der DLRG
Wochenende: Familienbad
Soweit möglich eine von den 5 Bahnen ganztägig für die Öffentlichkeit (Schwimmer) freihalten (Aufsichtskonzept?!)
Viele Hallenbäder kämpfen mit Auslastung – hier ist sie bereits gesichert.
5. Synergien möglich
- Personal
- Kurze Wege, Synergien mit Schule und Sportanlagen, gute Erreichbarkeit für Öffentlichkeit.
- Teilweise Nutzung vorhandener Infrastruktur der Integrierte Gesamtschule Fürstenau (z. B. Hausmeisterdienste).
- Gastronomie
- Kooperation mit der Schulküche der IGS möglich. Snackverkauf im Foyer.
- Veranstaltungen
- Die benachbarte Schützenwiese wird nur wenige Wochen im Jahr genutzt.
- Möglichkeiten: Sommerkurse, Schwimmfeste, DLRG-Wettkämpfe, Gesundheitsveranstaltungen
Die Umkleiden und Sanitärräume am Sportplatz sind veraltet. Bei der Planung des Hallenbades könnten in einem separaten, aber durch das Hallenbadpersonal beaufsichtigter Bereich, für 4 Mannschaftsumkleideräume, 2 für Schiedsrichter/Lehrer und entsprechende Sanitäranlagen berücksichtigt werden. Die Nähe zum Schützenhaus begünstigt die dort mögliche Gastronomie.
6. Architektonische Idee – klar, kompakt, funktional
Ein transparentes Holz-Glas-Gebäude als Teil des Sportcampus.
Merkmale: große Glasfassade zum Schützenplatz, viel Tageslicht
warmes Holzinterieur, sichtbares Wasser
Abends wird das Gebäude ein leuchtender Treffpunkt.
7. Grobe Dimensionen
Schwimmhalle: ca. 900m²
Umkleiden: ca. 300 m²
Technik: ca. 300 m²
Sauna: ca. 150 m²
Personalräume: ca. 150 m²
Foyer / Café: ca. 200 m²
Gesamtfläche: ca. 2.100 m² = ca. 14 Mio.€ incl. MwSt. (Bei Kommunal GmbH ca. 12 Mio.€)
Optimierungen Einsparung einer 25m Bahn ca. 2 Mio.€ = 12 Mio.€ incl. MwSt.
8. Gesellschaftlicher Nutzen
Das Bad schafft: Schwimmfähigkeit für alle Kinder
Gesundheitsangebote für Senioren
neue Vereinsangebote
Treffpunkt für Familien
Damit wird es ein Generationenprojekt für Fürstenau.
9. Örtliche Lage
Das Hallenbad sollte am Rand des Schulgeländes liegen, damit:
- Öffentlichkeit Zugang hat
- Schulbetrieb nicht gestört wird
- Abendbetrieb möglich ist
- Nähe zur IGS: Direkter Zugang zur Integrierte Gesamtschule Fürstenau
- kurze Wege für Schulschwimmen
- Nutzung der Infrastruktur
- Kooperation mit Schulküche
- Nähe zur Schützenwiese (siehe 2. Kapitel)
- Nähe zur Sportanlage
- Verbindung zum Sportplatz ermöglicht: Triathlon- / Schwimmtraining
Regeneration im Wasser
Sportcampus-Gefühl
Fahrradachse: Der neue Radweg nach Bippen kann zum „Schwimmradweg“ werden.
Kneipp-Bereich
Ergänzend zum Hallenbad sollte ein kleiner Kneipp-Bereich mit Tretbecken, Armbecken und Barfußpfad entstehen. Diese Elemente fördern Bewegung und Gesundheit, können von Sportlern, Schulen, Kitas und der gesamten Bevölkerung genutzt werden und erhöhen die Attraktivität des gesamten Areals ... auch für Touristen.
Idee
Gründung einer kommunalen Bäder-GmbH für das Hallenbad in Fürstenau
Für den Bau und Betrieb eines neuen Hallenbades in Fürstenau bietet sich die Gründung einer kommunalen GmbH der Samtgemeinde an. Viele Städte und Gemeinden wählen dieses Modell, weil es:
- steuerliche Vorteile,
- mehr organisatorische Flexibilität und
- eine professionellere Betriebsstruktur ermöglicht.
Die Samtgemeinde gründet dafür beispielsweise eine Gesellschaft mit dem Namen „Schul- und Sportpark Samtgemeinde Fürstenau GmbH“.
Gesellschafter ist zu 100 % die Samtgemeinde. Die GmbH übernimmt Planung, Bau, Finanzierung und Betrieb des Hallenbades auf dem Campus rund um die Integrierte Gesamtschule Fürstenau.
Ein zentraler Vorteil dieser Struktur ist der Vorsteuerabzug bei den Baukosten. Hier ca. 2 Mio.€
Während eine Kommune bei einem klassischen Eigenbetrieb die Mehrwertsteuer häufig nicht vollständig zurückerhalten kann, ist eine GmbH als wirtschaftlich tätige Gesellschaft grundsätzlich vorsteuerabzugs-berechtigt. Das bedeutet, dass die beim Bau anfallende Mehrwertsteuer zurückgeholt werden kann. Bei Baukosten von beispielsweise 14 Millionen Euro entspricht dies einer möglichen Entlastung von über zwei Millionen Euro zuzügliche Zinsen über die Laufzeit. Gerade bei einem Infrastrukturprojekt wie einem Hallenbad ist das ein entscheidender finanzieller Effekt.
Neben steuerlichen Vorteilen bietet die GmbH-Struktur auch größere Flexibilität beim Betrieb.
Personal kann außerhalb des klassischen kommunalen Tarifrechts eingestellt werden, Arbeitszeiten lassen sich leichter an den tatsächlichen Badebetrieb anpassen, und organisatorische Entscheidungen können schneller getroffen werden. Für ein Hallenbad mit Frühschwimmen, Schulbetrieb, Vereinsnutzung und Abendbetrieb ist diese Flexibilität oft sehr hilfreich.
Auch Kooperationen mit Vereinen und Institutionen lassen sich über eine GmbH einfacher organisieren. Das betrifft beispielsweise:
- Kooperationen mit der DLRG für Rettungsschwimmen und Ausbildung
- Trainings- und Schwimmangebote des Fürstenauer Sportverein
- Schulschwimmen für die Integrierte Gesamtschule Fürstenau sowie Grundschule und Kindergärten
- Kursangebote wie Babyschwimmen, Aquafitness oder Seniorenschwimmen
- Zusammenarbeit mit der möglichen Gastronomie
Eine kommunale GmbH kann zudem leichter zusätzliche Einnahmequellen erschließen
… etwa durch Kursprogramme, Vermietung von Schwimmbahnen, Saunabetrieb oder Kooperationen mit Gesundheits- und Rehasportanbietern.
Wie bei fast allen Hallenbädern in Deutschland wird auch in Fürstenau ein jährlicher kommunaler Zuschuss notwendig bleiben.
Dieser kann jedoch transparent als Betriebszuschuss der Samtgemeinde an die GmbH gezahlt werden. Die Gesellschaft betreibt das Bad wirtschaftlich und legt ihre Ergebnisse regelmäßig vor, während die Kommune weiterhin die strategische Steuerung behält.
Für den Standort bietet sich außerdem eine enge Verzahnung mit der vorhandenen Infrastruktur an.
Besonders wichtig ist die Nähe zur neuen Fernwärmezentrale (Abrechung mit MwSt.), die bereits Schulen und Kindergärten mit regenerativer Wärme versorgt. Ein Anschluss des Hallenbades an dieses Netz würde die Energiekosten stabilisieren und gleichzeitig den klimafreundlichen Charakter des Projekts unterstreichen.
Langfristig könnte die GmbH sogar Teil einer größeren kommunalen Infrastrukturgesellschaft werden, beispielsweise im Rahmen einer möglichen Stadtwerke- oder Infrastrukturgesellschaft der Samtgemeinde. Dort könnten perspektivisch weitere Aufgaben gebündelt werden, etwa Energieversorgung, Freibadbetrieb oder andere öffentliche Einrichtungen.
Insgesamt bietet die Gründung einer kommunalen Bäder-GmbH mehrere Vorteile:
- Vorsteuerabzug z.B. bei den Baukosten und auch danach
- professionellere und flexiblere Betriebsstruktur
- einfachere Kooperation mit Vereinen und Partnern
- transparente Finanzierung über kommunale Zuschüsse
- bessere Grundlage für Fördermittel und Investitionen
- Möglichkeit, das Hallenbad langfristig in eine kommunale Infrastrukturstrategie einzubinden
Damit kann das geplante Hallenbad auf dem Schul- und Sportpark in Fürstenau nicht nur ein wichtiges Sport- und Bildungsangebot werden, sondern auch ein wirtschaftlich und organisatorisch tragfähiges Projekt für die gesamte Samtgemeinde.
Schützenplatz - Multifunktional
Der Schützenplatz direkt neben einem neuen Hallenbad kann sehr gut als multifunktionale Fläche geplant werden. Im Förderumfeld würde die Nutzung dieser Fläche mit mehreren Nutzungen als effizienter Umgang mit Raum und Geld gewertet.
Die neue Infrastruktur reduziert Organisationsaufwand und Betriebskosten.
1. Nutzung Zeltfläche
Gegebene Fläche (geschätzt): 25 m × 65 m = 1.625 m²
Typische Planung für Parkplätze (inkl. Fahrgassen): • Parkplatz: ca. 2,5 × 5 m
• ca. 25–30 m² pro Stellplatz inkl. Fahrgasse und Rangierfläche = ca. 50-60 Stellplätze
Das wäre für ein Hallenbad bereits eine sehr solide Größenordnung. Insbesondere während des Schulbetriebs sind diese Parkplätze notwendig und für den Schützenverein außerhalb des Schützenfestes ebenfalls nutzbar.
Ergänzend nutzbar für: • Stadtfeste
• Flohmärkte
2. Liegewiese für Hallenbad eventuell auf dem angrenzenden Gelände des Schützenvereins (EINGEZÄUNT)?
Teilbereich könnte bewusst gestaltet werden: • Liegewiese
• Sitzstufen
• Schattenbäume
• Picknickbereich
Das wirkt wie Freibad-Atmosphäre, obwohl es ein Hallenbad ist.
3. Spiel- und Bewegungsbereich
Multifunktional: • Beachvolleyball
• Tischtennisplatten
Beim Schützenfest kann das weiter genutzt werden.
4. Strom / Infrastruktur für Veranstaltungen („Plaza“)
Ganz wichtig für Zukunft: • Bodentanks mit Stromanschlüssen
• Wasseranschluss
• Beleuchtung
Dann kann die Fläche genutzt werden für: • Sportveranstaltungen
• Weihnachtsmarkt
• Public Viewing
• Konzerte
5. Wohnmobilstellplätze (Nebeneffekt!)
Einige Stellplätze könnten größer sein und als Wohnmobilstellplätze genutzt werden.
Vorteile: • Hallenbadbesucher
• Fahrradtourismus
• zusätzliche Einnahmen
Neues Schützenhaus = Vereinsheim + öffentliche Gastronomie?
Ein öffentliches Vereinsrestaurant mit Terrasse und Biergarten, betrieben von einem Pächter oder mit dem Schützenverein Fürstenau, beleben den Schul- und Sportpark. Kein großes Restaurant, sondern eine unkomplizierte Sport-Gastronomie als niedrigschwelliger Treffpunkt für Sportler, Familien, Senioren, Besucher des Hallenbads aber auch insbesondere Fahrradtourismus. Terrasse und Biergarten sind besonders im Sommer ein guter Treffpunkt nach dem Training oder Wettkampf/Spiel.
Ein günstiger „Mittagstisch“ (wichtige Lücke in Fürstenau)
Mögliches Konzept: täglich 2 einfache Gerichte zum Preis 7–10 €
Zielgruppen: Schüler, Lehrer, Handwerker, Senioren, Besucher
Nachmittag / Sport: Kaffee & Kuchen, Smoothies, kleine Snacks
Abend / Vereinsleben Biergarten, einfache warme Küche
Auch der Ausbildungsraum Kochen der IGS könnte punktuell genutzt werden.
Lauftreff
Ein ca. 2,5km Rundkurs beginnend am neuen Parkplatz vor dem Schützenheim als "Warmlaufrunde". Gut geeignet für 5 und 10 km-Läufe in der Vorbereitung für Langstreckenläufer. Direkter Anschluss an den Lauftreffe der SpVg Fürstenau.

Über mich
Lernen Sie Dr. Ansgar Peiß kennen.
Mit meinen jetzt 63 Jahren möchte ich mich aktiv in die Politik der Samtgemeinde Fürstenau einbringen und bei der Kommunalwahl am 13. September als Kandidat der CDU für das Amt des Samtgemeindebürgermeisters kandidieren. Die Mitgliederversammlung am 26.3.2026 wird darüber entscheiden.
In meiner 35-jährigen beruflichen Laufbahn im Management von Unternehmen waren der klare Blick für das Wesentliche, die Fähigkeit zur Motivation und zu einer strategischen Ausrichtung meine wesentlichen Erfolgsfaktoren.
Diese sind insbesondere in Zeiten knapper finanzieller Mittel und gleichzeitig steigender Erwartungen der Bürger*innen an Politik unbedingt notwendig.

